Nach einer starken Vorstellung in Weiz versenkte das Duo Günther Knobloch und Erik Fürst den von Gassner Motorsport eingesetzten Renault Clio Rally3 nur drei Prüfungen vor Schluss am Gollersattel nach Baumkontakt in einem Graben. Das Duo blieb zum Glück unverletzt, der Clio nicht. Zurück bleibt eine tolle Vorstellung des Teams, ein erheblicher Schaden am Clio, ein fixer Vize-Staatsmeister Meister Titel in der ORM2 und eine eher theoretische Chance auf den Titel im Falle des Starts durch Knobloch/Fürst beim ORM-Finale der TEC7-ORM, der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in 6 Wochen.
In Weiz erwarteten die Teams und Fans auch heuer wieder sehr sommerliche und wechselhafte Bedingungen, kein Team lag bei der Reifenentscheidung immer am Punkt. Der „Reifenpoker“ begann schon vor der SP1, in die der Spitzenreiter Simon Wagner noch bei gänzlich trockenen Bedingungen startete, das Duo Knobloch/Fürst aber bereits am Start mit Regen konfrontiert war. Besonders unglücklich, weil das Duo 7 Minuten vor dem Start noch zwei Trockenreifen überkreuzt, montierte, um möglichst mit einer Bestzeit in die SP1 zu starten. Das misslang zwar, da die Strecke innerhalb weniger Minuten überwiegend Nass wurde, der Rückstand hielt sich nach SP1 dennoch mit 1,9 Sekunden in Grenzen. Mit zwei ORM2-Bestzeiten auf SP2 und SP3 sicherte sich das Duo nach Tag 1 die Führung in der ORM2 und den 5. Gesamtrang. Samstagfrüh setze sich das Duo mit zwei weiteren ORM2-Bestzeiten weiter ab, ehe eine erneute Fehlentscheidung bei den Reifen für den zweiten Durchgang am Vormittag erneut einige Sekunden kostete. Drei Prüfungen vor Schluss hatten Knobloch/Fürst dennoch 16 Sekunden Vorsprung auf Zellhofer/Seidl, kein sicheres, aber dennoch ein solides Polster für den Endspurt der Rallye. Auf dem 1. Durchgang der SP-Gollersattel verlor Knobloch auf einer unerwartet schmutzigen Streckenstelle die Kontrolle über den Clio Rally3, und versenkte diesen nach Kollision mit mehreren Bäumen im Graben. Erik und Günther blieben zum Glück – abgesehen von einem brummenden Schädel und großem Frust – unverletzt, der Clio braucht hingegen leider einige neue Teile, die Titelchance ist nunmehr eher theoretischer Natur. Die Fans waren von der Performance des Teams bis zum Ausfall begeistert, ein vierter Gesamtrang und die Führung in der ORM2 stimmte den Grazer Günther Knobloch bis zum Ausfall ebenfalls sehr zufrieden, letztlich war der Frust nach dem Crash natürlich dennoch groß.




