| 23. April – SIEG für Marco, Lino & Gabel zwei mal Top 10 beim IDM-Auftakt! |
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“When the flag drops the bullshit stops” - wie rechts sie doch haben, die Engländer. Schluß mit Mutmaßungen und Gerüchten – die Uhr läuft mit, das Ergebnis hängt nach der Session am „schwarzen Brett“. Das erste IDM Wochenende brachte ordentlich Spannung für alle, und für uns einen umjubelten Sieg von Marco im YAMAHA R6-Cup, sowie vier Zieleinläufe in den Top 10 von unseren SSP-Jungs Lino & Gabel… Am Lausitzring angekommen gab´s neben dem Endspurt in Sachen Vorbereitungen erst mal ordentlich Benzintalk – inklusive Gerüchte, News und einigen echten „Schenkelklopfern“ - wie Kollege Denis Hertrampf immer so schön zu sagen pflegt.Die Dauer der Ausführungen zum Thema „meine Schulterverletzung“ hatte ich nach der zehnten Darbietung auf 5 Sekunden reduziert – also auch noch mal an dieser Stelle – in zwei bis drei Monaten kann ich wieder Moped fahren, und nein – IDM hatte ich als Fahrer heuer so wie so nicht geplant :)…! Am Freitag legten „unsere drei Jungs“ Lino, Gabel und Marco gleich mal ganz gut vor – was es wirklich wert war, haben wir wie immer aber erst am Samstag erfahren, bei der ersten offiziellen Session, dem QP1. Bei kühlen, aber sonnigen und trockenen Bedingungen gab es nach der langen Winterpause den ersten Schlagabtausch unter den besten Supersport Piloten im deutschsprachigen Raum. Polsetter in QP 1 war erwartungsgemäß der Schweizer Daniel Sutter, die Überraschung der ersten Session war aber ganz ohne Frage Gabriel Läuger – vorläufig Platz 3, also Startreihe eins!Lino beschränkte sich in QP1 auf einen Rennreifentest, und belegte - sicher auch noch etwas vorsichtiger nach einem sehenswerten Abgang im fünften Gang am Freitag – vorläufig Rang zehn.In QP2 wurden die Zeiten noch verbessert, Sutter sicherte sich mit einer 1:43,002 souverän die Pole Position. Lino steigerte sich um über eine Sekunde, und belegte mit 1:44,199 Startplatz sieben. Gabel konzentrierte sich in QP2 auf einen Rennreifentest, und rutschte zurück auf Rang 9 (1:44,249). Damit war aber sowohl „Gabel“ als auch das Team sehr zufrieden – gegenüber 2011 steigerte sich der Bayer um über 2 Sekunden, P9 war um 10 Startplätze besser als seine bisher beste Trainingsplazierung am Red Bull Ring 2011 (Rang 19) – eine tolle Bestätigung für die Performance von Gabel und auch der des Teams. Unser Youngster Marco Nekvasil (15) war einer der beiden Piloten, die im Qualifying des erfolgreichsten Markencup der Welt, dem YAMAHA R6-Cup, den Stempel aufdrückten. Das zweite Qualifying war an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende sicherte sich Marco exakt zeitgleich mit dem Türken Toprak Razgatlioglu mit 1:46,724 Startplatz zwei. Obwohl die beiden Piloten auf die tausendstel Sekunde! zeitgleich waren, bekam Marco Startplatz zwei zugewiesen – Toprak war die Rundenzeit zuerst gefahren. Mir persönlich war das ganz recht so – ein Start von der Pole ist am Lausitzring eher suboptimal, letztes Jahr stand ich zwei Mal da, und bin nie als Erster aus der Ersten Runde gekommen.Lauf eins in der Supersport wurde um 16:45 gestartet. Sutter ging sofort in Führung – gefolgt von Jan Bühn und Tatu Lausletho. Mit etwas Abstand formierte sich gleich zu Beginn eine Verfolgergruppe, die teilweise aus sieben Mann bestand – unsere beiden Jungs mitten drinnen. Lino nach Pech in der Startrunde am Ende der Gruppe, Gabel führte die Gruppe teilweise sogar an, und lag zwischenzeitig vor dem amtierenden Meister Jesco Günther auf Rang vier. In den letzten Runden des Rennens hatte Jesco Standesgemäß das Zepter übernommen, und gab die Führungsposition in der Verfolgergruppe bis ins Ziel auch nicht mehr ab. Gabel verlor beim Versuch den Angriff von Cerny in der letzten Runde abzuwehren leider noch drei Plätze, lieferte mit Patz acht - nur 1,2 Sekunden hinter dem amtierenden Meister und mit weniger als 10 Sekunden Rückstand auf den Sieger - aber einen ebenso überraschenden wie eindrucksvollen Renneinstand im Team ab. Lino wurde mit Rang zehn seinen eigenen Erwartungen nicht gerecht. Die ausführliche Analyse nach dem Rennen brachte aber einige konkrete Erkenntnisse. Die Reifenwahl für Sonntag wurde geändert, auch ein deutlich überarbeitetes Setup verbaut.Das Sonntagsrennen war abgesehen von Jan Bühn - der einen technischen Ausfall hatte - an der Spitze ähnlich wie Lauf eins. Sutter machte sich vorne aus dem Staub, Tatu Lausletho, Jaroslav Cerny und Jesco Günther fighteten um das Podium. Die Verfolgergruppe reichte von Rang fünf bis Rang elf – über weite Teile der Strecke führte diesmal auch Lino die Gruppe an. In der letzten Runde wurde es noch mal richtig eng, nach einem Ausbremsmanöver von Wahr mußte Lino etwas weiter gehen, und Roman Stamm konnte auch noch passieren. Gabel konnte sich diesmal in der Gruppe nicht ganz so stark behaupten wie im Samstagsrennen – trotzdem lieferte er mit Rang neun eine abermals starke Leistung ab, der Rückstand auf den fünft plazierten Kevin Wahr betrug im Ziel lediglich eine Sekunde!Für die Sensation des Wochenendes sorgte jedoch unser Youngster. Der erst 15-jährige Marco Nekvasil fuhr nach einer eher vorsichtigen Startrunde nicht nur ein fehlerfreies und kampfstarkes Rennen, sondern auch ein taktisch sehr kluges. Toprak gewann den Start, Marco lag vorerst auf Rang vier. Mit einem gesunden Maß an Risiko überholte Marco die beiden Kontrahenten Riedel und Buchner – das gelang Marco recht zügig, nach fünf Runden lag der Türke jedoch bereits trotzdem zwei Sekunden vorne. Als Toprak aber eine Reihe von 46er Runden abfeuerte, konzentrierte sich Marco darauf seine Verfolger noch ein wenig abzuschütteln, und keinen Fehler bei den Überrundungen einzubauen. Das gelang ihm bravourös – Eingangs der letzten Runde hatte Marco über drei Sekunden Vorsprung auf Toni Riedel. Toprak hatte seinen Vorsprung nicht so genau im Blick, überpushte trotz knapp vier Sekunden Vorsprung auf Marco bei einem Überrundungsmanöver in der letzten Runde, und kam dabei zu Sturz. Daher darf ich auch zum Abschluß meine englischen Freunde zitieren; „If you want to finish first, first you have to finish“ – und Gratulation an Marco, alles richtig gemacht, jetzt führt nach 12 Jahren endlich mal wieder ein Ösi den Cup an :)…wurde aber auch Zeit!Fazit: Genialer Auftakt für Marco und Gabel – Lino hat mit Platz sieben in lauf zwei Schadensbegrenzung betrieben, und ist nach den Set-up Änderungen auch optimistisch, in Oschersleben wieder ein Wörtchen um das Podium mitreden zu können. Alle drei Jungs werden auf jeden Fall alles geben, um möglichst erfolgreich zu sein…
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